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Hundeausbildung in der VFD

So lange ich denken kann, hatten wir in der Familie Reiss Hunde.


Es waren immer Deutsch Drahthaar oder Pudelpointer und sie hießen meistens "Pit", manchmal auch "Männ" (so wurde es zumindest ausgesprochen) und sie gingen mit Opa oder Vater auf die Jagd.


Sie kamen als junge Hunde in eine Schule und wurden dort in Abwesenheit ihres Besitzers, den sie oft noch gar nicht kennengelernt hatten, zum Jagdhund ausgebildet, lernten Platz, SitDown, apportieren und die Suche nach angeschossenem Wild indem sie der Blutspur (jagdlich: Schweißspur) folgten. Ihr Lebensraum war der Wald und die Flur, eine Hütte in einem Zwinger ihre Schlafstätte und Schutz vor Kälte und Regen.
Sie hatten natürlich jede Menge Jagdtrieb und lagen doch im Platz unter dem Hochsitz, während mein Opa und später der Vater von oben das Wild beobachteten, das 50 bis 200 Meter vor den beiden auf einem Wildacker fraß (jagdlich: äste). Manche apportierten schon mal unaufgefordert ein Huhn, das sie auf den Befehl "aus" auf den Boden legten, worauf das Huhn, nachdem der Hund sich etwas entfernt hatte, aufsprang und schleunigst das Weite suchte. Der Hund hatte gelernt nicht zuzubeißen und das Huhn machte auf toter Mann. Der Hund durfte das nachgesuchte Wild stellen und verbellen, aber nicht angreifen. Totverbeller nennt man die so ausgebildeten Hunde.
Tja, von dieser Art Gehorsam können die meisten Mensch/Hunde Paare die ich kenne (einschließlich mir selbst :-)) nur träumen. Mir scheint die Verbindung zwischen Tier und Mensch war früher auch mehr von Sachzwängen geprägt und weniger von beinahe romantischen Gefühlen. Wer würde heute einen jungen Hund einfach in eine Schule geben und dort fremde Menschen an ihm rumerziehen lassen ohne selbst dabei zu sein?
Allerdings kennen wir ja alle den heutigen Standard.
Mensch mit Hund trifft anderen Menschen. Der Hund rennt bellend auf die Person zu. Hundebesitzer ruft:"Waldi hier!" Der Hund reagiert nicht. Hundebesitzer schreit schrill:"Waaaaldiiiii!" Der Hund hat die, jetzt schreckensstarre Person fast erreicht.
Hundebesitzer ruft laut zwischen den als Trichter gehaltenen Händen hindurch:"Keine Angst, der macht nichts!" Der Hund erreicht die Person, springt um sie herum und bellt laut weiter. Im besten Fall erreicht der Hundebesitzer mittlerweile die beiden und versucht seinen Hund am Halsband zu greifen. Nach mehreren Versuchen erwischt er ihn endlich, zerrt mehrfach am Halsband und schimpft auf den Hund ein. "Böser Hund, darf man das denn?" Wir erfahren nicht, was der Hund auf die Frage antwortet, wir sehen nur eine Person eilig davongehen, froh noch einmal mit dem Leben davongekommen zu sein. Noch besser ist die Situation, wenn die entgegenkommende Person auch einen Hund dabei hat. Klein, giftig bellend, angeleint und daher voll Zuversicht, dass sein Frauchen den fremden Riesenköter schon irgendwie bändigen wird. Als erste Abwehr gegen den heranstürmenden Hund wird versucht das kleine, ausdauernd bellendene Hundchen aus dem Gefahrenbereich zu retten. Manchmal werden sie auf den Arm genommen, im schlechtesten Falle dreht sich die Person mit dem kleinen Hund an der Leine im Kreis. Der arme Hund fährt, halberwürgt Karusell, usw. usw....

Jetzt stellen wir uns den Hundebesitzer als Reiter vor. Auf dem Pferd sitzend hat er noch weniger Einflußmöglichkeiten. Zum Punkt des Geschehens reiten, absitzen, das Pferd halten und den Hund zur Räson bringen - alles nicht so einfach.

Dabei ist der Hund schon seit je her ein treuer Begleiter des Reiters. Zumindest der Reiter, die sich oft oder öfter im freien Gelände bewegen. Aber selbst in manchen Sportställen, deren Reiter zu Pferd kaum einmal außerhalb des Hofgeländes zu sehen sind, sind Hunde ein alltäglicher Anblick. Manche nehmen ihre Hund mit auf den Ausritt, manche trauen sich nicht mehr, nachdem er ihnen mit starrem Blick auf flüchtendes Wild ein paarmal weggelaufen ist. Einen längeren Wanderritt mit dem Hund? Ja gerne, wenn er hören würde...

Das Interesse an KnowHow bezüglich Hundeerziehung ist groß. Aber wohin gehen? Viele machen daraus einen fast militärischen Sport der größten Wert auf Disziplin, Haltung und Stil legt. Das ist aber nicht das Ziel jedes Reiters. Er möchte einen Hund, den er vom Pferd aus an- und ableinen kann, der sich nicht zu weit von ihm und seinem Pferd entfernt und auf "bei Fuß" rechts neben dem Pferd geht, der auf den Wegen bleibt und nicht im Wald verschwindet, auf "hier!" zuverlässig zum stehenden Pferd kommt und sich nebenhin setzt, sich auf "Platz!" hinlegt und auch nicht aufsteht, wenn der Reiter sich entfernt.  Ist doch ganz einfach, oder?
Tja, kommt auf den Hund und den Menschen an, würde ich sagen.

Aus den oben genannten Gründen hat die VFD (Vereinigung der Freizeitreiter und -Fahrer in Deutschland) sich schon lange Gedanken darüber gemacht, wie denn eine Erziehung des Hundes für die Zwecke der Reitbegleitung aussehen könnte.
Ein Problem war, das mit einem schnellen Wochenendkurs kein Blumentopf zu gewinnen war. Bei der Ankunft der Teilnehmer stellte man oft genug fest, der Hund weiß kaum wer sein Frauchen/Herrchen ist, das Pferd ist undiszipliniert und der Reiter nicht in der Lage beides zu beherrschen! Da kann ein Wochenende nur wenig nützen. Also empfahl man den Interessierten mit ihrem Hund erst einmal die offizielle Begleithundprüfung (VDH = Verband für das deutsche Hundewesen) abzulegen und dann wieder zu kommen.
Das fällt aber schwer und kann ein weiter Weg sein. Noch lange nicht jeder Hundeverein hat qualifizierte Ausbilder und manchmal haben sie auch ihre Schwierigkeiten mit "anderen" Rassen, was für eine Rasse auch immer die ihre sein mag. Die verlangte Disziplin in Bezug auf Aussehen und exaktes Verhalten in der Ausführung mag nicht jeder als notwendig sehen und auf schwierige Hunde gezielt eingehen - dazu ist dort vielfach nicht die Zeit.

Das ursprüngliche Konzept, das mit viel Fleiß und Arbeit von Hundekennerinnen der VFD entwickelt wurde, ging daher davon aus, dass man versuchen würde den VDH zu einer Anerkennung der VFD Begleithundeprüfung zu bewegen. Daher hielt man sich in Bezug auf Disziplin und Bewegungsmuster weitgehend an die VDH Vorgaben. Dort ist beispielsweis das Belohnen einer gut ausgeführten Aufgabe mit Leckerli während der Prüfung verboten. Selbst das in der Hand halten eines Leckerlis um die Aufmerksamkeit des Hundes zu erhalten ist in der Prüfung nicht erlaubt. Na ja, manche sollen sich schon die Hand mit Leberwurst eingeschmiert haben, aber das ist ja ein Trick und auch nicht gestattet. Nach meiner Information sind sogar Handzeichen in den Prüfungen nicht mehr gestattet.
Wir hatten aber Hunde dabei, die noch ganz in den Anfängen standen. Sie arbeiteten zwar toll mit und führten die Übungen auch aus, bedurften dazu aber neben dem Stimmkommando noch unterstützender Gebärden und wollte man die gute Ausführung durch Bestätigung festigen, wäre dazu eben ein Leckerli angebracht gewesen.
Im Auftrag der Bundessportwartin der VFD Jutta Hahn haben wir von O Pica Pau es daher in Angriff genommen, aus dem schon vorhandenen Konzept die VDH lastigen Komponenten, die der Reitbegleithund nicht unbedingt braucht zu entfernen, um ein lockeres, harmonisches Pferd/Hund/Mensch Trio herauszubekommen, das mit Spaß bei der Sache ist.

Unsere hochgeschätzte Referentin Dagmar Breitbach hat neben Ihrem VFD Übungsleiter auch den VDH Übungsleiter und arbeitet schon Jahrzehnte mit Pferd und Hund.
Sehen wir doch mal, was sie auf O Pica Pau mit Hunden, Pferden und Frau-/Herrchen so alles gemacht hat.

Am Anfang steht das Ziel. Welches Ziel wollten wir im Endeffekt erreichen? Es sollte eine Prüfung zum VFD Reitbegleithund abgelegt werden.

Was soll geprüft werden?
Prüfungsteil 1 (Mensch mit Hund ohne Pferd)
Leinenführigkeit - Freifolge - Gleichgültigkeit bei lautem Geräusch - Durchqueren einer Gruppe mit Hund - Ablegen mit Heranrufen.
Erst alles mit Leine, dann noch einmal ohne Leine.

Prüfungsteil 2 (Mensch mit Pferd und Hund)
Aufsteigen, Anleinen und Anreiten - Leinenführigkeit vom Pferd aus - Ableinen vom Pferd aus - Freifolge - Durchqueren einer Gruppe mit Hund - Gleichgültigkeit bei lautem Geräusch - 3 Hindernisse bewältigen mit Leine - Hindernis überqueren (nur der Hund - Pferd läuft am Hindernis vorbei) - Hindernis überqueren (nur das Pferd - Hund läuft am Hindernis vorbei) - ableinen - 3 Hindernisse bewältigen in der Freifolge - Ablegen mit Abholen - Ablegen mit Heranrufen - anleinen - Absteigen mit angeleintem Hund - Ablegen des Hundes (3 Minuten)

Prüfungsteil 3 (Mensch mit Pferd und Hund im freien Gelände)
Aufsteigen, Aneinen und Anreiten - Leinenführigkeit vom Pferd aus - Ableinen vom Pferd aus - Freilauf mit Herankommen - Anleinen vom Pferd us - Begegnung mit Fußgängern mit Hund - Verhalten im Straßenverkehr - Begegnung mit anderen Verkehrsteilnehmern - Absteigen mit angeleintem Hund - Ablegen des Hundes (mehrere Minuten)

Die Lehrgangsdauer war auf vier Wochenenden geplant. Zwei Wochenenden nur mit Hund und 2 Wochenenden mit Pferd und Hund.

Als Teilnehmer waren dabei:
Christine mit Rufus (Rüde, 2 Jahre, Mischung aus gr. Schweizer, Hovawart und Malinois) selbstbewußt, Pubertär, begeistert, fängt momentan gerne Streit mit anderen Rüden an, wildinteressiert, hat schon an Ausbildung in mehreren Hundeschulen teilgenommen.
Manfred mit Berta (Hündin, 2 Jahre, Vollschwester von Rufus, selbstbewußt, begeistert, bisher keine Ausbildung mit Kommandos, hier geboren, Familien- und Rudelaufzucht, dadurch gute Grundkonditionierung, mental stabil aber nicht verwöhnt, kennt seinen Platz im sozialen Gefüge)
Ingeborg mit Aslan (Rüde, kastriert, jung, Australian Shepherd, ruhig, nach Dogmanship ausgebildet)
Alex mit Nero (Rüde, jung, Rhodesian Ridgeback, zurückhaltend, ängstlich, geht aus Angst selbst angegriffen zu werden andere Rüden an, Begleithundprüfung)
Jürgen mit Sally (Hündin, jung, Harzer Fuchs, aufgeregt, nervös, sensibel, schon ein wenig autodidaktisch geübt)
Dagmar mit Fly (Hündin, jung, Australian Shepherd, zurückhaltend, vorsichtig, sensibel, ausgebildet)

Als erstes mussten wir durch das Tal der Theorie. Dagmar vermittelte uns
viel Wissen aus den Bereichen Recht - Bedürfnisse des Hundes -  Entwicklunsphasen - Körpersprache des Hundes - wie lernen Hunde? - Kommunikation - Timing - Strafen - Belohnung - Grenzen der Erziehung - Triebe - Aggressionen - Grundsätze

Zwischendurch gingen wir mit den Hunden auf eine erste Sichtung, machten sie miteinander bekannt, trennten die Rüden. Wir beobachteten die Körpersprache und das Rudelverhalten und verglichen es mit der gelernten Theorie. Gleich führten sich die Malinois als Führungspersonen auf und splitteten die anderen, sobald diese sich im Spiel vergnügten. Dies geschah einfach durch körperliche Präsenz. Mit Tempo dazwischen rennen und im vorbeilaufen mal ordentlich gebrummt. Schon war der Spaß bei den Shepherds vorbei. Innerhalb von 20 Minuten hörte das fröhliche Spielen einfach auf. Die Shepherds trauten sich nicht mehr.
Nun unterbanden wir das splitten. Sobald der Versuch von den Malinois gestartet wurde, unterbrachen wir dieses Verhalten und siehe da, nach ein paar Versuchen hörte auch das Splitten auf.
Wir lernten die Aufmerksamkeit unserer Hunde auf uns zu konzentrieren, sie mit Spaß zu motivieren, auch wenn wir uns selbst manchmal wie Clowns aufführen mussten. "EEiiiihh der guuute Hund!!! Feeiiin macht er das!!!" und so weiter :-)

Als nächstes sichteten wir die beiden Rüden, deren Verhalten gegenüber ihresgleichen den Frauchen keinen Anlaß zur Freude gab. Beide gingen erst mit größerem Abstand, dann immer näher aneinander vorbei. Wir beobachteten das Verhalten der beiden. Schnell sah man, dass Rufus einfach nur ein pubertärer Rüpel ist. Er sah den anderen Hund, schaute herausfordernd und sobald der andere sich rührte wollte er sich auf ihn stürzen. Nero hingegen, der Rhodesian Ridgeback, versuchte erst sich ein bißchen hinter seinem Frauchen zu verstecken und als er merkte das dies nicht gelingt, gab er den Aggressiven damit der andere gar nicht erst auf die Idee kommen sollte ihm etwas anzutun. Wenn schon Krach, dann wollte er wenigstens zuerst anfangen. Dagmar gab Tips um das unerwünschte Verhalten zu unterbrechen, die natürlich auf die Schnelle keine Wirkung zeigen konnten. Nach mehrmaligem aneinander vorbei gehen wurde es Rufus einfach zu langweilig und Nero zog sich erneut eingeschüchtert hinter sein Frauchen zurück. Das brachte uns in dieser Sache nicht weiter.
Wir beendeten dann diesen Versuch und es war klar, dass diese beiden Hund in diesem Kurs keine Freunde mehr werden würden.

Danach ging es vor allem auf den Platz. Dort übten wir die einzelnen Grundkommandos wie Sitz, Platz und bei Fuß. Zwischendurch machten wir die Hunde mit den Hindernissen bekannt.
Alle Hunde machten super mit. Ich war auch von unserer Berta total begeistert. Sie hielt zwar einen Individualabstand zu mir und später auch zum Pferd ein, war aber total motiviert und ließ mich kaum aus den Augen so lange sie sich konzentrieren konnte. Man merkt doch deutlich, dass der Hund in unserem kleinen Rudel mit meiner Frau Jutta als Chef, mir, zwei Kindern und drei Artgenossinnen gut sozialisiert ist. Ich war begeistert. Auch die anderen Hunde fühlten sich in der Atmosphäre offensichtlich wohl und machten toll mit, von den Frauchen/Herrchen gar nicht zu reden :-).

Die beiden Wochenenden verflogen nur so. Zwischen den Wochenenden hatten wir noch etwas Gelegenheit mit unseren Hunden zu arbeiten. Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, dass ich kaum Zeit dazu hatte. Ich merkte Berta regelrecht an, dass ihr das gar nicht gefallen hat. Sie schlich immer herum und wartete förmlich darauf, dass es weitergeht.
Am Ende des zweiten Wochenendes hatten wir unser Ziel jedenfalls erreicht. Den Prüfungsteil I konnten wir schaffen. Wir hatten uns ein Pattern erdacht, in dem alle verlangten Prüfungsteile vorkamen.

Der sah in etwa so aus:

Mit angeleintem Hund bei X in Grundstellung gehen (Hund sitzt neben oder vor dem Besitzer)
Hundeführer geht mit dem Hund angeleint bei Fuß rechte Hand. (Dabei darf der Hund rechts oder links gehen. Da er beim Pferd zumindest im Straßenverkehr immer rechts gehen soll, muss er zumindest rechts gehen, oder auf Kommando beides können)
Auf der langen Seite je eine Kehrtwendung bei E und H.
Bei E Laufschritt, bei H langsamer Schritt, bei C abbiegen und die Gruppe mit Hund zweimal durchqueren. Dabei macht der Prüfer in der Gruppe ein lautes Geräusch, dass den Hund nicht irritieren soll.
In der Gruppe mit dem Hund in Grundstellung gehen.
Nach X gehen - den Hund in Grundstellung ableinen.
In Freifolge bei Fuß auf die rechte hand gehen.
Dann folgt dieselbe Übung wie vorher nur eben in der Freifolge.
Am Ende nach X gehen und den Hund ablegen.
20 Meter vom Hund weggehen und sich dem Hund zu wenden. Auf ein Zeichen des Prüfers wieder zum Hund zurückgehen. Grudstellung einnehmen.
Mit dem Hund in Freifolge bei Fuß 20 Meter gehen, Kehrtwendung, den selben Weg zurückgehen, den Hund aus der Bewegung ablegen, 20 Meter weitergehen und sich dem Hund zu wenden.
Auf Kommando des Prüfers den heranrufen und anleinen.

Ganz schön lange und für den Hund eine harte Konzentrationsaufgabe. Als wir das alle geschafft hatten, waren wir wirklich stolz auf das Erreichte und trennten uns mit der Freude auf die Wochenenden mit Pferd.

Es geschah wie geplant, wir trafen uns und los ging es mit den Pferden. Die Mensch Hund Paar wurden jetzt durch ihre Pferde ergänzt.
Wie sich herausstellte waren die Pferde durch die Bank problemlos. Keines hatte Angst vor Hunden, keines war besonders undiszipliniert oder schlecht geritten.
Im Grunde übten wir jetzt auf dem Platz dasselbe wie vorher ohne Pferd. Als Schwierigkeit kam das An- und ableinen vom Pferd dazu. Nero, Aslan und Fly beherrschten das Hochstehen am Pferd zum An- und ableinen schon. Leider hatten wir nicht die Zeit das allen Hunden beizubringen. Dann hielten die Hunde natürlich etwas mehr Abstand vom Pferd, als mit dem Frauchen/Herrchen auf dem Boden, was aber gerne toleriert wird. Das Aufmerksammachen des Hundes vom Pferd aus, wird auch gleich etwas schwieriger, gelang aber allen gut.

Wir machten alle Platz-Übungen auch im Gelände, organisierten die Begegnung mit Gruppen und anderen Hunden und übten auf freiem Feld das Ablegen in den vorgeschriebenen Varianten. Etwas Schwierigkeiten hatten alle mit dem Ablegen aus der Bewegung. Das war dann doch eine Herausforderung. Die meisten mussten dann doch mal kurz stehenbleiben um den Hund abzulegen und es war den Hunden auch gar nicht recht auf freiem Feld so weit weg von der Truppe liegen zu bleiben. Daran müssen wir noch arbeiten.

Als Prüferin konnte ich Petra Nedell gewinnen, die es von der Mosel nicht so weit zu uns hatte. Sie gehörte damals zu den ersten, die sich mit Reitbegleithundkonzepten in der VFD auseinandersetzten.
Sie kam dann am Sonntag zu uns. Sie war mit den kleinen Änderungen der Prüfungskriterien sehr einverstanden, weil sie auch damals schon zu der Fraktion gehörte, die die starke Anlehnung an die VDH Kriterien nicht wollte, weil sie teilweise darin keinen Sinn für den Gelände- bzw. Wanderreiter sehen konnte.

Trotz großer Aufregung bestanden alle Probanten die Prüfung mit sehr guten Punktwerten. Wir waren sehr stolz auf unsere Hunde.

Wir werden den Kurs baldmöglichst wiederholen. Unter den Teilnehmern kam die Frage auf, ob wir nicht eine Hundeschule mit regelmäßigen Terminen anbieten wollen. Hier könnten die regionalen Teilnehmer auch miteinander üben und sich bei Problemfällen Einzelunterricht buchen oder bei neuen Übungen Tips geben lassen.
Die Idee gefällt uns auch, die Ausführung hängt aber von Anwesenheit des Hundetrainers ab. Wir arbeiten daran.

Bei der Gelegenheit möchten wir Dagmar Breitbach unseren besonderen Dank aussprechen. Sie hat große Kompetenz gepaart mit viel Einfühlungsvermögen für die tierischen und menschlichen Teilnehmer gezeigt. Wir haben viel gelernt.

Hier viele fotografische Eindrücke von den beiden Kursteilen!

Zu sehen ist: die Arbeit mit den Hunden im freien Feld, auf dem Platz, mit und ohne Leine und abschließend mit Pferden im Gelände! Dies natürlich sowohl mit einem Hund wie auch in der Gruppe. Wobei hier die Besitzer der dominanten Rüden wohl der größten Herausforderung gegenüber standen. 

Die Kursleitung durch VFD Übungsleiterin und VDH Ausbilderin Dagmar Breitbach wurde  von allen Teilnehmern als außerordentlich kompetent und in ihrer Ausbildung sehr effektiv empfunden. Einen herzlichen Dank an dieser Stelle!

Wie gewohnt: Zum Vergrößern einfach anklicken!



O Pica Pau


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09.11.2011 23:01

Bild Bericht

Maggies erster Wanderritt, oder was ein Wanderreitpferd alles können muss. Bericht mit Bildern...