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Vorbereitungslehrgang für die Sichtung des ÜL Kurses

mit VFD Übungsleiter Bernhard Fick.

 

Am Freitag den 8.7.2005 trafen wir uns gegen 19.00 Uhr im Lehrgangsraum.

Teilnehmer waren sechs Interessenten für den Übungsleiterlehrgang, die noch etwas für die Sichtung tun wollten.

Hatten wir uns noch gewundert, warum wir Decken und Wollstrümpfe mitbringen sollten, so wurden wir recht bald belehrt. In den nächsten zwei Stunden lagen wir auf Wolldecken, balancierten auf Kisschen unterschiedlichster Füllungen, kauerten auf Holzbrettchen mit einer Rolle untendrunter und machten Atemübungen wie die Yogis. Fehlte nur noch das "hommmmmmmm" und wir hätten uns eine Glatze rasiert.

Na ja, bald merkten wir schon, dass das Ganze einen Sinn hatte. Lagen wir anfangs noch so wellig flach, dass wir nur mit einzelnen Stellen des Körpers den Kontakt zum Boden fühlen konnten, lagen wir bald mit fast allen Stellen platt auf dem Boden. Hüfte und andere wichtige Körperteile wurden gelockert und gestreckt, Energielinien aktiviert.

Aufs Pferd kamen wir an diesem Abend nicht mehr, aber am nächsten Tag führten wir die Bewegungsübungen auf dem, nur durch ein Sattelpad bedeckten Pferderücken, weiter.

Durch Bernhards Erklärungen erfuhren wir einiges Neue über die Bewegungen des Pferdes und die Möglichkeiten diese noch weiter zu aktivieren. Hilfen mit den Schenkeln und der Hüfte wurden ausgeführt und die sensiblen, unterschiedlichen Reaktionen der Pferde beobachtet.

Nachdem wir auch das Führen der Pferde so geübt hatten, wie es im Idealfall aussehen soll, durften wir am Sonntag endlich in den Sattel klettern.

Ahh!  Es waren doch einige neue Körperbilder installiert worden. Wir hatten jeder ein paar neue Erkenntnisse und Gefühle im Sattel. Einhändige Steuerung auch in den höheren Gangarten erschien einigen, die vorher durchaus mit Problemen zu kämpfen hatten, auf einmal viel leichter.

Ich konnte die Bügel direkt zwei Löcher länger schnallen als gewohnt und meine Hüfte war trotzdem gelöst. Das Bein insgesamt lang, hingen die Unterschenkel locker herunter, lagen aber trotzdem am Pferd an. Für einen einigermaßen langbeinigen Gesellen wie mich, auf einem Araber nicht ganz selbstverständlich.

Normalerweise trage ich bei der Arbeit auf dem Platz Sporen. Nicht zum antreiben oder gar zum strafen, wie sie leider oft und unrichtig verwendet werden, sondern als feine Hilfe, die dem Pferd beispielsweise die Notwendigkeit sich zu biegen deutlich macht. Obwohl ich die gewohnten Sporen im Lehrgang natürlich nicht anhatte - Bernhard hätte mich wahrscheinlich gegeiselt - konnte ich vieles durch die jetzt locker anliegenden Unterschenkel wettmachen und hatte auch keine Probleme wie gewohnt mit den Schenkelhilfen zu lenken. Ich hatte das sehr gute Gefühl, das Pferd unter mir einzurahmen und jede Biegung oder Muskelbewegung zu spüren.

Bei allen Übungen war es immer wieder eine Freude, Bernhard bei vollem körperlichen und geistigen Einsatz zusehen. Meinen unsteten Sitz im Galopp versuchte er zu verbessern, während er bestimmt ein bis zwei Platzrunden nebenherlief (galoppierte?). Wirklich ein toller Einsatz.

Dann war es auch schon vorbei. Schade, aber als Trost bleibt uns, dass der Übungsleiterlehrgang ja bald beginnt und wir dann an drei Wochenenden Gelegenheit haben werden, Bernhards Ausführungen zu folgen und sie umzusetzen.

 

Alles in allem, hatten wir eine hervorragende Sitzschulung, deren Methode und Hintergründe wir gerne selbst lernen möchten, damit wir sie an unsere eigenen Schüler weitergeben können.



O Pica Pau


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09.11.2011 23:01

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